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Hunter Brown ist ein in Berlin lebender Komponist, Improvisator und Klangkünstler. Seine Arbeit behandelt die Infrastruktur digitaler Audiotechnik – Codecs, maschinelles Hören, Analyse, [Re]Synthese – als Material, um den Akt des Hörens neu zu orientieren. Sie umfasst Fixed-Media-Kompositionen, Musik für Instrumente und Elektronik, mehrkanalige Klanginstallationen sowie eigens entwickelte Computermusiksysteme. Boring Like A Drill beschrieb seine Arbeit als „a David Tudor-like approach to glitch, interrogating the principle upon which the digital error operates and then applying it as a compositional method.“
Improvisation steht im Zentrum von Hunters Performancepraxis. Er tritt regelmäßig mit seinem Improvisation Instrument auf, einem selbst entwickelten System in SuperCollider, sowohl solo als auch in kollaborativen Projekten wie Technical Reserve und Other Plastics: „a set full of crackling energy, tensile yet static, the audience hanging on every sound“ (The Wire).
Seine Arbeiten wurden unter anderem bei Ars Electronica (Linz), den Darmstädter Ferienkursen, Big Ears (Knoxville), im Cafe OTO (London), bei IRCAM Manifeste (Paris), beim Festival Nueva Ópera (Buenos Aires), im Lobe 4DSOUND (Vancouver) und im KM28 (Berlin) präsentiert. Seine Forschung stellte er bei der International Computer Music Conference, der Conference on AI Music Creativity und der NIME vor. Er erhielt Kompositionsaufträge vom Ensemble Dal Niente, von Line Upon Line Percussion und der Fundación Williams; seine Werke wurden vom Mivos Quartet, Fonema Consort und dem Nois Saxophone Quartet aufgeführt. Derivatives war Finalist beim Prix CIME Electroacoustic Music Competition 2025.
Hunter hat einen BM vom Oberlin Conservatory und einen MA in Digital Musics vom Dartmouth College und ist Doktorand in Komposition an der University of Chicago. Er arbeitet als freiberuflicher Toningenieur, ist Technical Director des Ensemble Dal Niente und Mitgründer des Plattenlabels Party Perfect. Er unterrichtete elektronische Musik am Oberlin Conservatory of Music und an der University of Chicago und ist derzeit freiberuflicher Dozent am Catalyst Institute for Creative Arts and Technology in Berlin.
Darüber hinaus arbeitet Hunter als Toningenieur für Aufnahme, Mischung und Mastering in den Bereichen Neue Musik, Klassik, Jazz und experimentelle Musik. Er ist als Interpret und Performer von Live-Elektronik und elektroakustischer Musik aktiv, unter anderem mit dem Ensemble Dal Niente und dem EnsembleKollektiv, und entwickelt maßgeschneiderte Softwaresysteme für Live-Elektronik und Klanginstallationen. Er bietet Privatunterricht und Workshops in Musikproduktion, Komposition und Computermusik-Programmierung an. Zu den Leistungen →